Tuesdate Kolumne #6 // Eigener Zuspruch ist wichtiger als äußerer

Was war das letzte das du für dich getan hast? Also nur für dich?

“Wie meint sie das? Nur für dich? Ich tue alles nur für mich!”

Ist das so, ja? Kommt dir das bekannt vor? Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind kann keiner von uns das zu 100 Prozent unterschreiben. Wir leben zwar alle unser eigenes Leben und treffen eigene Entscheidungen, aber wie oft schmeißen wir sie genauso oft auch wieder über Bord? Wie oft fragen wir uns, ob unsere Dinge, die wir tun, auch anderen gefallen? Waren wir vor dem ganzen social media Rummel und dem Schönheitswahn nicht irgendwie mehr “ich-selbst”? 

Hast du ein Kleidungsstück vielleicht mal wieder weggelegt weil du dir dachtest “Das kann ich eh nicht tragen”?
Wer sagt das? Die Masse an gleich aussehenden Frauen auf instagram? Oder hattest du mal wieder Selbstzweifel, weil vielleicht dein Bauch zu dick und die Brüste zu klein dafür sind? Wer auch immer dir das in den Kopf gesetzt hat – Vergiss es. Trage was du möchtest und lass’ dich nicht von anderen manipulieren.

Hast du mal wieder stundenlang überlegt ob du dein Bild online stellen kannst? Ob es gut genug sei für so eine beliebte Internetplattform? Hast dir den Kopf zerbrochen, ob es genügend Likes kriegen wird oder eben nicht. Wen interessiert das? Ist es nicht genug etwas zu teilen, weil du es für DICH in dem Moment teilen möchtest? 
Vielleicht machen wir uns zu oft von äußeren Reaktionen abhängig. Wir erwarten Zuspruch von außen, obwohl unser eigener Zuspruch ausreichend sein sollte.

Mach endlich das worauf du Bock hast! Fremden Erwartungen zu entsprechen kann ziemlich anstrengend sein. Aber noch anstrengender kann es auch sein, seinen eigenen Erwartungen zu entsprechen. Fahr einen Gang zurück, sammle deine Gedanken und überlege doch mal ganz genau warum du das alles machst? Früher ging das doch auch ganz leicht. Denn sollte deine Meinung nicht die allerwichtigste sein?

Vielleicht klappt das nicht von heute auf morgen. Ich glaube es ist auch immer schwer sich von irgendwelchen Gewohnheiten zu trennen. Und ja, den anderen gerecht zu werden ist auch eine Gewohnheit. Man gewöhnt sich daran, sich an anderen Meinungen zu orientieren und zu messen. Wichtig ist, dass du ausbrichst und lernst wieder nur auf dich selbst zu hören. Aufhörst dich zu vergleichen! Aufhörst, mit der Masse zu schwimmen und versuchst gegenzusteuern. Vielleicht fängst du dann wieder an damit DU zu sein. Und nicht SIE.