Glücklich sein ist ein Privileg

Einfach drauf los schreiben, ohne groß darüber nachzudenken. Das ist das was ich schon immer geliebt habe. Sich alles von der Seele schreiben. Kummer, Sorgen, Erlebtes oder auch gerne mal Freude. Und wenn ich darüber nachdenke, weiß ich ganz genau was hier schon immer überwogen hat. Nicht hier direkt – aber in meinen Kisten voller Briefe, Erinnerungsstücken und Gedichten. Ersteres kam hier viel häufiger vor. Über Freude und Glück habe ich selten ein paar Zeilen verfasst. Das liegt wohl daran, dass Schmerz und Wut schneller auf Papier gebracht sind als anderes. Und vielleicht an der Tatsache, dass ein 16 jähriges Ich viele Eindrücke zu verarbeiten hatte. Oder bei vielen Dingen zu sensibel reagiert hat. Überreagiert hat.

Pure Freude gibt es weniger auf Papier. Wir strahlen diese wohl eher in Bildern aus. Mit viel Lachen, Freudentränen und Liebe. Freude wollen wir festhalten, um sie immer wieder hervorzurufen. Um schöne Momente wieder aufleben zu lassen. Zurück zu blicken. Uns zu erinnern, wie viel Spaß wir doch hatten. Festgehalten im Handyspeicher, in Fotobüchern und Polaroid-Pics.

Sollten wir nicht anfangen auch mal Positives in Worte festzuhalten? Um uns zu erinnern, wie glücklich wir waren und wie gut wir uns gefühlt haben? Vielleicht. Um uns selbst zu zeigen, welche Emotionen wir in uns getragen haben? Vielleicht. Aber vielleicht sehen wir auch manchmal gar nicht, dass wir glücklich sind? Glücklich waren?

Glücklich sein ist ein Privileg. Für dich und mich. Für uns. Egal wo wir auf dieser Welt stehen. Ob mitten in der lauten Stadt oder am Rande der Erde.  Jeder von uns hat es verdient glücklich zu sein. Was das für einen selber bedeutet, entscheidest nur du allein. Deswegen: Haltet euch schöne Momente fest. Egal wie. Ihr werdet euch eines Tages daran erfreuen. Ich versuch’s auch.