Entscheidungen zum Jahreswechsel

Wenn das Jahr langsam zu Ende geht neigen wir dazu, melancholisch zu werden. Wir schwelgen in Erinnerungen und denken an das, was das Jahr für uns gebracht hat. Wir denken an entspannte Grillabende und an Entscheidungen, die wir getroffen haben. Ob sie richtig waren? Fraglich. Hätte ich es vielleicht anders machen sollen? Vielleicht. Wie wäre die Situation wohl dann ausgegangen? Ich kann nur immer wieder sagen, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert.

Silvester. Immer wieder ein perfekter Zeitpunkt um neu zu starten. Um sich von alten Lasten zu befreien. Oder nicht? Warum warten und nicht gleich was ändern? Entscheidungen müssen schließlich tagtäglich getroffen werden. Aber für mich – ja, für mich ist es dennoch immer wieder ein neuer Startschuss. Versuche bewusst alles Negative zurück zu lassen, weil es im neuen Jahr nichts verloren hat. Soweit es geht. Zeit für neue Abenteuer.

Wir stellen uns die Frage nach guten Vorsätzen für das neue Jahr und behalten vermutlich doch alte Gewohnheiten bei. Wir lassen los, um uns selbst zu finden und stoßen dennoch an unsere Grenzen. Weil du vielleicht manchmal gar nicht weißt, wie du dich finden kannst. Weil wir nie stillstehen. Ein ewiger Kreislauf. Ich möchte gerne die Spur wechseln und sehe nach hinten, sodass mich niemand einholt.
Überholt.

Und während wir den letzten Bissen vom Raclette verdrücken, kreisen die Gedanken über die eigenen Vorsätze. Vorsätze? Kann ich nicht einfach flexibel bleiben?
“Dieses Mal nicht! Das warst du bereits die letzten Jahre”, höre ich die Stimme in mir sagen. Recht hat sie. Irgendwie.
Vielleicht muss man seine Vorsätze genauer definieren. Symbolischer. Ziele setzen.

Denn: Bevor um 00 Uhr der Glockenschlag ertönt und sich alle in den Armen liegen, möchte ich noch kurz Abschied nehmen.
Tschüss 2019 – mach’s gut. Herz auf, Lächeln an und mit Leichtigkeit in das neue Jahr.

2020du wirst toll!