Buchreview | Oktober 2019

[Werbung, da Autorennennung, unbezahlt]

THUGLIFE
the hate u give little infants f**** everybody.
[2Pac]

Angie Thomas, das ist die Autorin dieses wundervollen Buches und ich habe DANKE zu sagen. Danke, dass mich seit längerer Zeit ein Buch wieder richtig erfüllt hat. Vorallem emotional. Ihr Buch wurde auf jedenfall zurecht mit dem Jugend Literaturpreis ausgezeichnet. Ich kann gar nicht sagen warum, aber ich wusste von Beginn an – seit ich den Roman in den Händen hielt – dass es ein tolles Buch sein muss. Kein normaler Roman, kein Krimi. Eine Geschichte, die so viel Bedeutung hat.

Das Zitat, das ihr oben lesen könnt, wird öfter im Buch erwähnt. Zu deutsch bedeutet es ungefähr, dass alles was wir den Kindern vorleben nachgemacht wird und sich dieser Kreislauf immer weiter zieht, wenn wir unser Verhalten nicht ändern.

Starr ist ein 16-jähriges Mädchen, das aus “Garden Heights” kommt – ein Armenviertel. Um ihr und ihrem Bruder ein besseres Leben zu ermöglichen, schicken ihre Eltern sie auf eine Privatschule, an der es nur wenige Dunkelhäutige gibt. Auf einer Party trifft Starr einen alten Freund wieder – Khalil. Als dort Schüsse fielen flüchten die beiden mit dem Auto und werden nach einiger Zeit auf der Straße von einem Polizisten angehalten. Völlig unschuldig und unbewaffnet wird Khalil erschossen und Starr muss alles mit ansehen.
Thematisiert wird in dieser Geschichte zum Einen der leider immer noch verbreitete Rassismus sowie der Entscheidung “Wegzusehen” oder seine Stimme zu erheben.
Es geht aber noch um so viel mehr. Freundschaften, Vorurteile zu Afroamerikanern, Gangs und Drogen.

Diese Geschichte regt auf jedenfall zum Nachdenken an, da es sich auch gesellschaftskritisch äußert. Ihren Stil muss man mögen, denn sie schreibt unter anderem im “Slang”. Wer hier einiges nicht verstehen sollte hat hinten zumindest einen kleinen Duden 🙂 Angie Thomas hat aber durchaus auch positive Aspekte einfließen lassen, zum Beispiel die Namen der Kinder. Laut des Vaters sei Starr immer sein Stern der Hoffnung gewesen, Seven eine heilige Zahl und Sekani bedeutet Fröhlichkeit.

Mein Fazit: 
Ich bin total begeistert und werde definitiv auch ihr zweites Buch lesen. Vielleicht wird dieses Buch ja eines Tages zur Schullektüre berufen. Verfilmt wurde das Buch bereits, was ich tatsächlich erst heute mitbekommen habe. Leider ist Rassismus immer noch weit verbreitet und sollte wirklich im Unterricht behandelt werden. Ich kann nur sagen: Gebt Rassismus keine Chance. Und wie Starr sagen würde: YEAH.

 

now this is a story all about how
my life got flipped turned upside down
and I’d like to take a minute just sit right there
I’ll tell you how I become the prince of a town called Bel Air