Buchreview | Juni und Juli 2019

[Werbung, da Autorennennung, unbezahlt]

Das Wiedersehen im Café am Rande der Welt – John Strelecky

 

Und anstatt damit zu beginnen, auf etwas zuzurennen, vergessen wir damit aufzuhören, vor etwas davonzurennen.

Im tiefsten Inneren unseres Herzen warten wir nicht darauf, dass ein anderer uns sagt, wie besonders wird sind. Wir möchten, dass wir selbst erkennen, wie besonders wir sind.

Das kann ich nie mehr verlieren. Keinen Moment davon. Nun, da ich es erlebt habe, gehört es mir für immer.

 

Ich habe euch bereits in meiner Buchreview März über den ersten Teil dieses Buches berichtet. Ich musste mich erst einmal darauf einlassen und wirken lassen. Im zweiten Teil war ich irgendwie befreiter. Es geht erneut um John, der nach seiner Reise ein zweites Mal zum Café geführt wird. Dieses steht nun in Hawaii und so richtig weiß er nicht was er davon halten soll. Wie bereits im ersten Buch lernt John auch hier neue Menschen kennen und neue Weisheiten. Vorallem aber wird er in diesem Buch selbst zum Mentor.
Ich habe sehr viel markiert und finde mich in einigen Gedankengängen wieder. Ein wirklich inspirierendes Buch mit viel Gefühl.

Wir wissen oft was wir nicht wollen, aber wissen wir auch was wir wollen?


Tschick – Wolfgang Herrndorf

Ich war auf einmal so begeistert davon, dass ich jetzt machen konnte, was ich wollte, dass ich vor lauter Begeisterung überhaupt nichts machte.  

Die größten Langweiler und Assis waren nicht eingeladen, Russen, Nazis und Idioten. Und ich musste nicht lange überlegen, was ich in Tatjanas Augen wahrscheinlich war. Weil, ich war ja weder Russe noch Nazi.

Wie wär´s, wenn wir uns einfach in fünfzig Jahren wiedertreffen? Genau hier, in fünfzig Jahren. Am 17. Juli, um fünf Uhr nachmittags, 2060. Auch wenn wir vorher dreißig Jahre nichts mehr von einander gehört haben.

Wow – ich habe bei einer Lektüre lange nicht mehr so geschmunzelt und gelacht. Tschick ist ein Jugendroman der eine Zeit lang als Schullektüre eingesetzt wurde. Ich bin enttäuscht, dass es die bei mir nicht gab. Dieses Buch hat so viel Charme. So viel Witz. Aber um was geht es hier überhaupt?

Maik kommt aus gutem Haus und soll seine Sommerferien daheim am Pool verbringen. Seine Mutter ist auf Entzug und sein Vater mit seiner Sekretärin auf Geschäftsreise. Plötzlich taucht Tschick in seiner Klasse auf, der eigentlich Andrej Tschichatschow heißt. Zu kompliziert denkt sich Maik. Die beiden geraten nach einigen Startschwierigkeiten irgendwie aneinander und es beginnt eine unvergessliche Reise mit einem geklauten Lada quer durchs Land.
Freundschaft, Liebe, Freiheit – all’ das gepackt in ein tolles Buch. Die Schreibweise des Autors hat mich total mitgerissen, sodass man manchmal geglaubt hat selbst auf dieser Reise zu sein.


Margos Spuren – John Green

Die Stadt war vielleicht falsch, aber Erinnerungen sind es nicht.

Wir sagen diese Dinge, um nicht zu zerbrechen. Vielleicht machen wir die Zukunft wahr, indem wir sie uns vorstellen, vielleicht auch nicht, aber wir müssen sie uns vorstellen.

Nur denk einfach dran, dass Leute manchmal nicht so sind wie das Bild, das du von ihnen hast.

Das Bewusstsein ist ein trübes Fenster.

Dieses Buch ist bestimmt schon 10 Jahre alt, aber gelesen hatte ich es nie. Irgendwie hat es mich aber in gereizt diesem Teenie-Buch eine Chance zu geben.  Im Roman geht es um den Hauptcharakter Margo und ihre Abenteuer. Sie wird von allen geliebt, weil es ihr egal ist was andere denken und immer ihr Ding durchzieht. Auch Quentin ist seitdem er ein Kind ist in sie verliebt. Eines Abends bittet Margo ihn um Hilfe ihre Pläne umzusetzen. Rache zu nehmen an sämtlichen Menschen, von denen sie enttäuscht wurde. Nach dieser Nacht ist alles anders – denn Margo ist verschwunden. Auf der Suche nach ihr entdeckt Quentin Hinweise und versucht alles um sie zu finden.

Am Anfang fand ich das Buch echt sympathisch. Umso weiter ich aber las und umso weiter die Geschichte fort gedrungen war, ja desto weniger hat mich die ganze Story gepackt. Die Charaktere sind wirklich lustig und auch die “Jugendsprache” kommt nicht zu kurz. Leider bin ich während des Lesens immer mehr in meinen Gedanken abgeschweift und das Ende hat mich leider nicht überzeugt.